Stephen King's Es

Thriller-Horror
Spielzeit: 
Sun 19.11.2017 17:30
Mon 20.11.2017 20:30
Tue 21.11.2017 17:30
Wed 22.11.2017 20:30
Thu 23.11.2017 17:30

Worum geht’s?

Idylle ließe sich auch Derry buchstabieren, im Prinzip. Mit unaufgeregter Beschaulichkeit könnten die Sommertage in der heimeligen Kleinstadt an der US-Ostküste ins Land ziehen – sie tun es nur leider schon seit vielen, zu vielen Wochenenden nicht mehr. Spurlos verschwinden dort Einheimische, zumeist Kinder. Tauchen erst grausam verstümmelt wieder auf. Auf den Tragödien wurzelt bald Argwohn, Paranoia spannt sich über Dächer und Menschen. Davon, in diesem allgegenwärtigen Klima des Misstrauens aufzuwachsen, kann auch die Außenseiterclique, die sich als „Club der Verlierer“ zusammengefunden hat, ein schauriges Liedchen singen. Da sie mit ihren Berichten von den stark gehäuften Schockmomenten, mit denen sie sich unabhängig voneinander konfrontiert sehen, bloß auf taube Ohren stoßen, beschließen Stanley Uris (Wyatt Oleff), Richie Tozier (Finn Wolfhard), Mike Hanlon (Chosen Jacobs), Bill Denbrough (Jaeden Lieberher), Beverly Marsh (Sophia Lillis), Eddie Kaspbrak (Jack Dylan Grazer) und Ben Hanscom (Jeremy Ray Taylor) sich der Ursache des Übels selbst zu stellen – und damit den eigenen Albträumen. Denn die für die Menschenjagd verantwortliche übernatürliche Kreatur nährt sich von jedermanns ärgsten Ängsten, die sie dadurch triggert, dass sie auf diese abgestimmt ihre Form verändert. Und weil sich verständlicherweise besonders viele, nicht nur junge, Menschen vor so etwas gruseln, tritt „Es“ bevorzugt als diabolischer Clown auf: Pennywise (Bill Skarsgård) ist sein Name – und er hat eine unangenehme Vorliebe für Versteckspiele im Kanalsystem …

Was steckt dahinter?

Sie dürfte sehr bald dreistellig sein, die Zahl der Filme und Serien, die auf Geschichten und Motiven von Horrorfürst Stephen King basiert. Mit dem Verdienst, eine ganze Generation Heranwachsender nachhaltig traumatisiert zu haben, können sich jedoch nur wenige davon schmücken: Es, die Anfang der Neunziger erstmals ausgestrahlte Miniserie mit dem von Tim Curry mit breitem Verstörungspotential interpretierten Pennywise, hat allerdings unbestritten einen übermächtigen popkulturellen Fußabdruck hinterlassen – bis zum heutigen Tag. Als im März der erste Trailer zur ersten Kinobearbeitung von Kings Kultroman im Netz landete, kannte die Aufregung nämlich gar kein Halten mehr: Aufrufrekord für die ersten 24 Stunden – 197 (!) Millionen Views ließen selbst Fast & Furious 8 chancenlos im Windschatten stehen.

Was wird geboten?

99 blutrote Luftballons: Mit geräumigem Kinobudget, den entsprechend beeindruckenden Schock- und Schauwerten und einem mehr als nur ebenbürtig beklemmenden Hauptdarsteller sollte es dem argentinischen Regisseur Andres Muschietti mit allzu erschreckender Leichtigkeit gelingen, nunmehr auch der Generation Stranger Things auf Jahre hinaus eine Heidenangst vor Clowns einzuimpfen.