Ready Player One 3D

Action SciFi
Spielzeit: 
Fri 27.4.2018 21:30
Sat 28.4.2018 18:45
Sun 29.4.2018 21:30
Fri 4.5.2018 18:45
Sun 6.5.2018 18:45
Fri 11.5.2018 21:30
Sat 12.5.2018 18:45
Sat 19.5.2018 21:30

Worum geht’s?

Reality Bytes. In einer gar nicht so fernen Zukunft ist die Erde ziemlich auf den Hund gekommen. Grau und grimmig ist alle Existenz auf dem Planeten geworden, die Rezession kennt kein Ende, die Ressourcen leider schon. Wo einem das gute, schöne Leben höchstens noch aus dem Rückspiegel entgegen leuchtet ist nunmehr Eskapismus das Gebot der Stunde. Und so stürzt sich die Menschheit kollektiv in ein Virtual-Reality-Erlebnis namens OASIS, ein gigantisches Multiplayer-Simulations-Spiel, das jenen Zauber verspricht, der den meisten sonst schon abhandengekommen ist: Im vom Programmierer-Genie James Halliday (Mark Rylance) konzipierten Wunderland können User nahezu alles unternehmen, wonach ihnen der Kopf steht. Auch der junge Wade Watts (Tye Sheridan) verbringt in der Tristesse seines Trailerpark-Alltags jede freie Minute damit, als sein Avatar Parzival in allerlei süße Illusionen einzutauchen. Als die angewandte Realitätsflucht mit Ereignissen aus der flüchtenden Realität aufgeladen wird, entpuppt sich der Einsatz allerdings als merklich erhöht: Im Nachlass des Willy Wonkaesken Weltenbauers Halliday wurde festgehalten, dass, wer im Digital-Dorado drei versteckte Schlüssel und schlussendlich ein Easter Egg aufzuspüren weiß, neben dem Multimilliarden-Vermögen des Tech-Zampanos gleich auch die Kontrolle über OASIS selbst erbt. Dies ruft freilich nicht nur Parzival und gleichgesinnte gute Game-Gefährten wie das Nerd-Girl Art3mis (Olivia Cooke) auf den Plan, sondern auch weniger lässige Leute wie den Internet-Mogul Nolan Sorrento (Ben Mendelsohn). Der hat nicht nur einen einschüchternden Namen, sondern auch schier unerschöpfliche Ressourcen – und vor allem einen Plan, der wenig Erfreuliches verheißt: Er würde das virtuelle Paradies für Jedermann nur allzu gern in eine reine Geldmelkmaschine ummodeln, in der nichts mehr so wäre wie zuvor.

Was steckt dahinter?

Filme und Fernsehshows, Videospiele und Comics: Kaum ein essenzielles Popkultur-Phänomen der letzten Jahrzehnte (und im Speziellen der 80er), das von Autor Ernest Cline anno 2011 nicht in seine Referenz-Mash-up-Maschine Ready Player One geworfen worden wäre – und den SciFi-Roman auf diesem Weg rasch selbst zum Popkultur-Phänomen werden ließ. Wo sich aber so ein wildes Crossover, in dem sich beispielsweise King Kong, Lara Croft und der T-Rex aus Jurassic Park nebeneinander tummeln können, auf Papier easy zusammendenken lässt, gestaltet sich die Herausforderung, all die ikonografischen Figuren und Formate auch auf der Leinwand zusammenzubringen, aus rechtlichen Gründen schon als wesentlich größere. Da schadet es nicht, wenn man einen Mann an Bord hat, der nicht nur unzählige der Einflussquellen selbst geprägt hat, sondern der auch über Dekaden ein allumfassendes Kontaktnetzwerk etabliert hat – einen wie Steven Spielberg eben. Erst die lebende Hollywoodlegende machte es in der Personalunion als Regisseur und Produzent möglich, dass diese Adaption in der erforderlichen Detailfülle umgesetzt werden konnte – selbst wenn sogar er bis zum Ende vergeblich um die Erlaubnis gekämpft hat, Star Wars-Ideen verwenden zu dürfen.

Was wird geboten?

Zurück in der Zukunft. Mit einem rasanten Crowdpleaser, der Nostalgie und Abenteuer, Hetz und Herz mit steilen Schauwerten zusammenbringt, meldet sich Großmeister Spielberg in packender Manier im von ihm ja maßgeblich mitgeprägten Blockbusterkino zurück. Kaum verwunderlich daher, dass man diesen postmodernen Popkulturpalast in Bewegtbildform am liebsten gleich nach dem Abspann erneut betreten würde – um den unzähligen, eben eventuell noch übersehenen Details wirklich ganz gründlich auf den Grund gehen zu können. Play It Again, Player One!