Bohemian Rhapsody

Musik Drama
Spielzeit: 
Mon 10.12.2018 17:45
Tue 11.12.2018 20:30
Wed 12.12.2018 17:45
Thu 13.12.2018 20:30
Fri 14.12.2018 17:45
Sun 16.12.2018 20:30
Mon 17.12.2018 17:45
Thu 20.12.2018 20:30
Fri 21.12.2018 17:45
Tue 25.12.2018 20:30
Wed 26.12.2018 17:45
Tue 1.1.2019 20:30
Sun 6.1.2019 20:30

Worum geht’s?

Kurz nachdem Brian May (Gwilym Lee) und Roger Taylor (Ben Hardy) 1970 mit Tim Staffell der Leadsänger ihrer Band Smile abhandengekommen ist, wird der damals noch unter seinem echten Namen bekannte Fan Farrok „Freddie“ Bulsara (Rami Malek) mit einer beeindruckenden Gesangs-einlage bei den beiden vorstellig. Bulsara überzeugt sie damit nicht nur davon, mit ihm von nun an als Queen aufzutreten, sondern ändert auch seinen eigenen Nachnamen in Mercury. 1971 holt sich die Band schließlich mit dem Bassisten John Deacon (Joseph Mazzello) einen weiteren Mitstreiter an Bord, zwei Jahre später erscheint das nach der Gruppierung selbst benannte Debütalbum. Es ist dies der Auftakt für eine unvergleichliche Rock-Reise um den Globus, geprägt von Queens bis über beide Ohren charismatischem Frontmann, der es wie kein anderer versteht, Menschen mithilfe der Macht der Musik zusammenzubringen. Die Karriere der Königinnen soll schließlich 1985 in einem der größten Rockkonzerte aller Zeiten gipfeln: dem legendären Live Aid im Londoner Wembley-Stadion.

Was steckt dahinter?

Fast zehn Jahre ist es schon her, dass Queen-Gitarrist Brian May damit angefangen hat, von einem Film über seine Band zu plaudern. Ein erster Name, der danach regelmäßig als potenzieller Freddie Mercury-Verschnitt genannt werden sollte, war jener des Ali G- und Borat-Darstellers Sacha Baron Cohen. In einem 2016 erschienenen Interview mit Howard Stern gab Cohen zu Protokoll, dass er sechs Jahre in das Projekt involviert gewesen war, schließlich jedoch kein Interesse mehr daran hatte, da Mercury in einem ersten Drehbuchentwurf bereits zur Hälfte des Films das Zeitliche segnen sollte – eine Behauptung, die May stets vehement dementierte. Laut Filmproduzent Graham King hatte Cohen aber ohnehin niemals offiziell etwas mit dem Film am Hut. Die Rolle ging letzten Endes an Rami Malek, der sämtliche Beteiligten auf Anhieb überzeugte. Um sich perfekt auf die Rolle vorzubereiten, studierte der Mr. Robot-Hacker intensiv Interviews und Dokumentationen, eingehende Gespräche mit May und Roger Taylor über ihren Bandkollegen gehörten ebenfalls zur Recherche-Routine. Um Mercurys markante Moves authentisch auf die Leinwand zu transportieren wurde ein Tanzcoach engagiert. Zähne und Gesangsstimme stammen allerdings nicht aus Maleks Mund – er wurde mit einer massiven Zahnprothese ausgestattet, um dem Überbiss des Queen-Sängers gerecht zu werden; Master-Tapes sowie die Stimme des kanadischen Mercury-Imitators Marc Martel sorgen für die notwendige Gesangsakrobatik. Neben den Casting-Anlaufschwierigkeiten gab es schließlich aber auch noch Kalamitäten mit Regisseur Bryan Singer: Der Filmemacher soll dem Set immer wieder unentschuldigt ferngeblieben sein – im vergangenen Dezember wurde er schließlich endgültig rausgeschmissen. Für die Fertigstellung des Films wurde schließlich Dexter Fletcher (Eddie The Eagle) angeheuert, Bryan Singer scheint in den Credits aber dennoch als alleiniger Regisseur auf.

Was wird geboten?

Lange wurde darüber nachgedacht, welcher Abschnitt im Leben bzw. in der Karriere von Freddie Mercury und Queen in Bohemian Rhapsody beleuchtet werden sollte. Schlussendlich entschied man sich richtigerweise dafür, der mannigfaltigen Überlebensgröße des Sängers zu huldigen, ohne darauf einzugehen, wie er von AIDS dahingerafft wurde. Mit Rami Malek wurde dann auch der ideale Hauptdarsteller gefunden, der seinen Teil dazu beiträgt, dass eventuell auch jene fünf Menschen, die mit Queen noch nicht so vertraut sind, der Band hernach den einen oder anderen Streaming-Cent bescheren werden. In jedem Fall sorgt das Biopic für wippende Beinkleider sowie (Überraschung!) akuten Ohrwurmbefall – also ganz so, wie es sich wohl auch Mercury selbst garantiert gewünscht hätte.