Aquaman3D

Action, Abenteuer
Spielzeit: 
Fri 18.1.2019 17:45
Sun 20.1.2019 20:30
Wed 23.1.2019 17:45
Fri 25.1.2019 20:30
Mon 28.1.2019 17:45
Wed 30.1.2019 20:30
Sun 3.2.2019 17:45
Mon 4.2.2019 20:30

Worum geht’s?

Arthur Curry (Jason Momoa) kann nicht nur auf einen gschmackigen Namen, sondern auch auf eine recht pikante Lebensgeschichte verweisen: Er ist die Frucht der Underwater Love zwischen einem einfachen Leuchtturmwärter (Temuera Morrison) und der atlantischen Königin Atlanna (Nicole Kidman). Wiewohl er in Kindestagen für seine speziellen Fähigkeiten – er kann beispielsweise mit den Geschöpfen des Meeres kommunizieren – gehänselt wurde, hat diese Tatsache für den nunmehr in voller Höhe und vor allem Breite ausgewachsenen Mensch-Meereswesen-Hybrid auch seine guten Seiten: Er wäre an sich nämlich der legitime Thronfolger der mythenumrankten Meertropole Atlantis. Doch im nur scheinbar untergegangenen Unterwasserkönigreich herrscht dieser Tage sein Halbbruder Orm (Patrick Wilson) und mit ihm ein durchaus ausgeprägter (sicher nicht unberechtigter) Groll gegen alle menschlichen Festlandbewohner. Die verschmutzen bekanntlich in gewissenlosester Manier nicht nur die Erdoberfläche, sondern auch die Ozeane. Dem will Orm nun Einhalt gebieten, indem er alle Königreiche der Meere mitsamt deren oft schillernden Kreaturen um sich versammelt, um hernach gemeinsam in die finale Schlacht gegen die Menschheit zu ziehen. Dem versucht Aquaman Arthur entgegenwirken, indem er sich zusammen mit der nassforschen Kriegerprinzessin Mera (Amber Heard) auf die Suche nach dem Dreizack des allerersten Königs von Atlantis macht. Der würde nämlich seinen eigenen Anspruch auf den Thron legitimieren. Doch da hat er die Rechnung ohne Orm gemacht, der bereits den Söldner Black Manta (Yahya Abdul-Mateen II), der mit Aquaman praktischerweise auch noch eine persönliche Rechnung offen hat, auf das Duo angesetzt hat …

Was steckt dahinter?

Das Zeitalter des Wassermanns wurde in der Comic-Welt im November 1941 ausgerufen, als der von Paul Norris und Mort Weisinger erdachte Aquaman in Ausgabe #73 der Reihe More Fun Comics seinen allerersten Auftritt im Universum von DC hatte. Doch obwohl der Pendler zwischen den Welten von Meer und Land später auch zu den Gründungsmitgliedern der Justice League of America zählte, konnte er zu keiner Zeit jenen Respekt für sich reklamieren, der Superhelden-Stallkollegen wie Batman oder Superman immer zugestanden wurde – was womöglich auch mit Arthur Currys etwas, nun ja, recht eigenwilliger Optik zu tun gehabt dürfte. Und so war der Gedanke eines eigenen Aquaman-Films über viele Jahre lang höchstens mal ein launiger Running Gag in einer Showbiz-Satire-Serie wie Entourage (hier hätte übrigens James Cameron Regie geführt!) denn eine sich in die Fluten einer tatsächlichen Umsetzung stürzende Idee. Nachdem Aquaman durch eine kernige Neuausrichtung der Figur mit Jason Momoa (Game of Thrones) in seinen ersten Erscheinungen im Kinouniversum von DC Comics – einem Cameo in Batman v Superman: Dawn Of Justice sowie einer bereits gewichtigen Rolle in Justice League – aber eindrucksvoll beweisen konnte, dass er durchaus einen Film auf seinen breiten Schultern tragen kann, musste man sich um einen Leinwand-Alleingang auch keine Sorgen mehr machen. Ebenjenen hat nun, natürlich mit Momoa in der Titelrolle sowie mit Amber Heard als dessen Partnerin in Crime Mera, James Wan besonders fantasiebegabt umgesetzt. Was auch gar keine Überraschung ist: Denn der Vater der erfolgreichen Horrorfranchises Insidious und Conjuring ist spätestens seit Fast & Furious 7 auch tiptop eingeübt im Handling von Blockbustern und Schauspielkolossen.

Was wird geboten?

Echter Meerwert. Schon der enorme weltweite Erfolg von Wonder Woman hat gezeigt, wie eine glorreiche Zukunft des DC Extended Universe aussehen kann. Entsprechend gespannt durfte denn diesem nächsten Soloalbum eines Justice League-Mitglieds entgegengeblickt werden – zumal Aquaman auch eine gewisse Abkehr von der bisher in dieser Kino-Comic-Welt vorherrschenden Ästhetik und Tonalität verheißt. Nicht nur, dass die Wasserwelten farbenfroher und frischer wirken als die bisher von Batman und Co. bespielten düsteren Gegenden, auch der Vibe ist ein viel leichterer, lockerer, lässigerer geworden. Ein Superhelden-Abenteuer, das sich als feuchte, fröhliche Fantasy rausgeputzt hat, ein Abtauchen in eine ganz neue Ära.