Ma: Sie sieht alles

Thriller Horror
Spielzeit: 
Sat 29.6.2019 20:30
Mon 1.7.2019 17:45
Tue 2.7.2019 20:30
Thu 4.7.2019 17:45

Worum geht’s?

Niemand ist ja gern allein, auch Sue Ann (Octavia Spencer) nicht. Anstatt der Einsamkeit allerdings mit kuscheligen Katzen oder redseligen Wellensittichen entgegenzuwirken, schart die Alleinstehende, „Ma“ genannt, lieber partylaunige Teenager um sich. Die Bewohnerin eines langweiligen Kaffs in Ohio besorgt den ortsansässigen Mädels und Burschen nicht nur bereitwillig Alkohol, sondern stellt ihnen zum ungestörten Genuss des Hochprozentigen dann großzügigerweise auch noch ihren eigenen Keller zur Verfügung. Rasch steigt alsdann eine Sause nach der anderen im Souterrain von Ma, die als gesellige Partymutti natürlich mittendrin statt nur dabei ist. So ein Übermaß an Lockerheit ist dann freilich doch irgendwie seltsam, dämmert es – natürlich viel zu spät – den jugendlichen Stammgästen: Aus dem ausschweifenden Vergnügen wird im Nu tödlicher Ernst, als die lässige Gastgeberin zur völlig durchgeknallten Folterbitch mutiert.

Was wird geboten?

„Günstig produzieren, profitabel reüssieren“ ist das Erfolgsrezept der Low-Budget-Horror-Werkstatt Blumhouse. Seit 2000 produzieren Mastermind Jason Blum und sein Gefolge Grusel und Grauen am Fließband, darunter Dauerbrenner wie die Insidious- und The Purge-Reihe, die nicht selten das 20-fache des aufgewendeten Kapitals einspielen. Und auch wenn nicht in jedem Produkt, das die Fabrik verlässt, ein kreativer Kracher steckt, sind doch regelmäßig handwerklich respektable Werke, manchmal gar grenzgeniale Genre-Meilensteine dabei (z. B. Jordan Peeles Get Out) dabei, die auch ohne Monsterbudgets die Nerven nachhaltig zum Zittern bringen. Für Ma ließ Sparefroh Blum nun sogar Geld für eine oscarprämierte Hauptdarstellerin springen – und ja, die wunderbare Octavia Spencer (The Help) ist dann schließlich auch die, die dem Streifen aus der Masse stechendes Grauen verleiht, wenn sie sich als Ma mit funkelnden Augen des Quälens erfreut. 

Gut zu wissen …

Der minimalistische Camcorderstyle-Gruselhit Paranormal Activity von Blumhouse führt dank des eingesetzten Mikro-Produktionsbudgets von 15.000 bei einem weltweiten Einspielergebnis von 200 Mio Dollar die Hitlist der profitabelsten Filme Hollywoods an.